//Wasser/Abwasser
Jahrzehntelange Erfahrung in Planung und Consulting im Bereich der Wasserwirtschaft und Abwassertechnik, von der Wasseraufbereitung bis hin zu komplexen Klärprozessen.
Unser Aufgabenschwerpunkt erstreckt sich von der empirischen Untersuchung von unterschiedlichen Abwässern, über Studien, Variantenuntersuchungen, bis hin zu Genehmigungs- und Ausführungsplanung und schlussendlich Ausschreibung und Projektsteuerung (Ausführung komplett über HOAI Leistungsphasen 1-9 möglich).

//Referenzen
Vor diesem Hintergrund ist neben der baulichen Ertüchtigung auch eine verfahrenstechnische Anpassung der Anlage erforderlich, verbunden mit dem Neubau von drei Stück Nachklärbecken (D=rd. 39 m) sowie der Sanierung und Ertüchtigung der bestehenden 4 Stück Belebungsbecken.
Das Gesamtvorhaben ist aufgrund der komplexen Randbedingungen und der mehrjährigen Bauzeiten in vier in sich geschlossene Bauabschnitte gegliedert. Zwei dieser Bauabschnitte konnten bereits erfolgreich realisiert werden, während sich die verbleibenden Abschnitte in der weiteren Planung und Umsetzung befinden.

Die Auswertung der Zulaufdaten zeigte ein ausgeprägtes hohes Stickstoffpotenzial. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen der Vorplanung verschiedene verfahrenstechnische Ansätze untersucht, wobei sich das Belebungsverfahren im Aufstau Betrieb (SBR-Anlage) als wirtschaftlich und technisch überzeugend erwies. Ergänzend wurde eine maschinelle Schlammeindickung, Brauchwasseranlage, sowie ein Betriebs- und Technikgebäude umgesetzt. Aufgrund der Lage im sensiblen FFH-Gebiet (Natura 2000) stellte die Genehmigungsplanung besondere Anforderungen und erfolgte in enger und abgestimmter Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbehörden. Die Kläranlage hat sich an die Kriterien des EU-Wasserrahmenrecht zu orientieren.


Die Belebungsstufe erhielt ein energieeffizientes Belüftungssystem mit Impulsbelüftung und Rezikulationspumpen sowie eine erneuerte Verdichterstation mit erweitertem Arbeitsbereich zur flexiblen Abdeckung unterschiedlicher Lastfälle. Die Niederspannungshauptverteilung (NSHV) wurde erneuert und um eine Automatisierung und Lastmanagement ergänzt.
Die maschinentechnische Schlammentwässerung (Zentrifuge) in schallgedämmter Einhausung sowie im Einlaufbereich eine dreistraßige Harkenumlaufrechenanlage wurden ebenfalls erneuert. Ergänzend erfolgten Studien zur Gasspeicherung und zum optimierten Betrieb der BHKW-Anlage im Zusammenspiel mit einer geplanten Photovoltaikanlage (200 kWp).


// Klärschlamm
Der zunehmende politische Druck für eine weitere Verwertung von Klärschlämmen und Gärrestschlämmen wächst.
Die Klärschlammverordnung, als auch die Düngemittelverordnung schränken die herkömmlichen Entsorgungswege für Kommunen, Städte und Verbände immer weiter ein.
Enwacon-Ingenieure erstellen maßgeschneiderte Schlammkonzepte für eine ganzheitliche und nachhaltige Lösung, diese alle unter dem ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkt.

//Referenzen
Das bestehende Regenklärbecken wurde funktional als Vorklärbecken integriert, ergänzt durch ein neues Zwischenpumpwerk zur hydraulischen Anbindung. Bestehende Gebäude wurden gezielt umgenutzt, wodurch Ressourcen geschont und die Effizienz der Gesamtanlage erhöht wurden. Alle Bau- und Planungsmaßnahmen – einschließlich der statischen Anpassungen und technischer Integration – wurden im laufenden Betrieb umgesetzt. Die Maßnahme wurde vom Bund und über die N-Bank gefördert.

Schwerpunkt war die Optimierung der Faulungsstufe: bauliche Sanierung des Faulturms, Installation eines zentralen Vertikalrührwerks, Erneuerung der Umwälzpumpen und künftige Nutzung des Biogases über ein BHKW zur Kraft-Wärme-Kopplung. Zur Effizienzsteigerungen wurde zusätzlich eine maschinelle Eindickung des Überschussschlammes geplant und realisiert. Die Modernisierung der Heizkesselanlage zur Spitzelastheizung war ebenfalls Aufgabe der Planungsleistung.
Ergänzt wurden Maßnahmen an Belebung, Sandfang, Pumpwerken und Schaltanlagen, die zu einem energieoptimierten, betriebssicheren Gesamtbetrieb der Kläranlage geplant und realisiert. Aufgabe der Planungsleistung war ergänzend die Mitwirkung an der Fördergeldbeschaffung. Das Projekt wurde im Rahmen der Kommunalrichtlinie von der NBank Niedersachsen gefördert.

Kern des Konzepts ist die Integration einer überdachten Schlammlagerhalle, die das Schlammaufkommen vor dem Solartrockner puffert und ein gesichertes Jahresmanagement ermöglicht. Der getrocknete Schlamm wird anschließend in einem neu errichteten Granulatlager bereitgestellt – wirtschaftlich und effizient über das gesamte Jahr.
Die maschinelle Schlammentwässerung erfolgt über eine flexible mobile Containerlösung, die künftig vor allem für Handewitt genutzt wird, bei Bedarf aber auch auf anderen Kläranlagen des Verbandsgebietes einsetzbar ist.

Im Rahmen der Vorplanung wurden verschiedene Verfahrenstechniken im Feldversuch getestet, bevor die Entscheidung für eine moderne Zentrifugeneinrichtung (Dekanter) fiel. Neben dem Entwässerungsaggregat wurden auch das Dünnschlammpumpwerk, die vorhandenen Schlammspeicher mit Trübwasserabzug, Rührwerken sowie eine neue Polymerdosierstation komplett erneuert.
Ergänzend wurde der Schlammaustrag in eine neu überdachte Schlammlagerhalle realisiert, wodurch Lagerung und Handling deutlich optimiert wurden. Die Schaltanlagen der Schlammschiene wurden vollständig modernisiert und in das bestehende Prozessleitsystem integriert.

// Biogas/Klärgas
Im Bereich der regenerativen Energietechnik zur Gewinnung von Klär-und Biogas, bieten wir als Ingenieurdienstleister ein breites Wissenspektrum. Unsere Erfahrung liegen hier in folgenden Schwerpunkten:
- Substrataufbereitungstechnik
- Auslegung, Dimensionierung von Fermenter- und Faulbehälteranlagen
- Stoffstrommanagement
- Gasaufbereitungstechnik (Gaskühlung, Gastrocknung, Gasverdichtung, Gasspeicherung, Gasverwertung)

//Referenzen

Ziel war die Optimierung der Wirtschaftlichkeit durch eine effiziente Aufbereitung und Nutzung der Gärreste. Unsere Leistungen umfassten die Plausibilitätsprüfung und Bewertung der Funktionalität, die Berechnung der Stoffströme (In- und Output), Nährstoffbilanzierungen sowie die Einschätzung der einzelnen Prozessschritte und des Gesamtkonzeptes.
Abgerundet wurde die Arbeit durch praxisorientierte Empfehlungen zur Umsetzung, die den effizienten und nachhaltigen Betrieb der Biogasanlage sicherstellen. Dieses Projekt unterstreicht unsere Kompetenz in der Planung komplexer, energietechnischer Systeme und nachhaltiger Ressourcennutzung.

Die Anlage umfasst vier Fermenterbehälter, ein Gärrestlager, komplette Substrataufbereitungs- und Fördereinrichtungen sowie Gärrestentwässerungstechnik. Ergänzt wird das System durch modernste Gasaufbereitung zur Veredlung von Rohbiogas zu Biomethan als nachhaltigem Erdgassubstitut – inklusive aller zugehörigen Peripheriesysteme.
Die ingenieurtechnischen Ausarbeitungen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit dem Ing.-Büro Krieg und Fischer aus Göttingen.

// Technische Gebäudeausrüstung
Die Komplexität im Bereich der Gebäudeausstattung wird immer umfangreicher, da auch die Themen regenerative Energie in Gebäuden eine immer größere Rolle spielen. Als Planungsbüro betreuen und beraten wir erstrangig öffentliche Auftraggeber, die bedingt durch die Notwendigkeit neuer Konzepte in ihren Liegenschaften, wie Schulen, Schwimmbad, Verwaltungsgebäude u.a. uns als Fachplaner in den Bereichen, Heizung, Lüftung, Klima, Elektrotechnik, IT- u. Datentechnik, Einbruch- u. Brandmeldeanlagen, Einsatz regenerative Energiequellen wie Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Wärmepumpensysteme einbinden und auf uns und unser Know-How vertrauen.

//Referenzen

Die Klassenräume erhalten dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, die Frischluftzufuhr, Raumkomfort und hygienische Standards sicherstellen. Zeitgesteuerte Steuerungen gewährleisten bedarfsgerechte Lüftung vor und nach Unterrichtszeiten. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage mit 48 Modulen (ca. 20 kWp) installiert, ergänzt durch Wechselrichter, Energiespeicher, Erntezähler und Datenlogger. Der erzeugte Strom dient vollständig dem Eigenbedarf, die Anlage ist in den Blitzschutz integriert und erhält einen Feuerwehrfernschalter.
Die elektrische Versorgung von Turm 3 wird über eine neue Unterverteilung in einem E30-Brandschutzgehäuse realisiert. Alle Stromkreise für Lüftung, Beleuchtung, Sonnenschutz- und Fensterantriebe sind angebunden, Baustromversorgung und provisorische Installationen während der Bauphase berücksichtigt. LED-Beleuchtung, Sicherheits- und Fluchtwegleuchten erfüllen die Schulbau- und DIN-VDE-Richtlinien, ergänzt durch Endstromkreise in E30-Leitungen zur Einhaltung der MLAR.
Der äußere Blitzschutz wird erweitert, Erdungsanlagen für die Stahlkonstruktion des Treppenturms installiert. Die RWA-Anlage für Fensteröffnungen ist zentral gesteuert, mit händischen Auslösetastern und automatischen Rauchmeldern ausgestattet. Diese Maßnahmen verbinden Brandschutz, Energieeffizienz, moderne Gebäudetechnik und Sicherheit in einem durchdachten Gesamtkonzept und gewährleisten einen zukunftsfähigen, sicheren Schulbetrieb

Die Wärmeversorgung erfolgt effizient über eine Wärmepumpe mit Fußbodenheizung, ergänzt durch hygienische Spüleinrichtungen und kindgerechte Beleuchtung. Sicherheitsmaßnahmen wie Brandmelde- und Einbruchmeldeanlage sowie Sicherheitsbeleuchtung wurden konsequent integriert.
Abgerundet wird die Anlage durch einen Büro- und Sozialtrakt für den Bauhof mit separatem Zugang sowie eine Fahrzeughalle mit Werkstattbereich, die der Gemeinde als Bauhof dienen. Die Gesamtanlage vereint Funktionalität, Sicherheit und zeitgemäße Architektur in einem durchdachten Konzept. Es wurden die Anlagengruppe 1,2,3,4,5,7 und 8 der KG 400 von Lph.1-8 gemäß HOAI geplant und realisiert.

Die Planung umfasst sämtliche Anlagengruppen der KG 400 über alle Leistungsphasen und erfolgt im engen Austausch innerhalb eines interdisziplinären, deutschlandweit vernetzten Planungsteams. Die Gesamtinvestitionen lagen bei rd. 35.000.000,- Euro, davon technische Gebäudeausrüstung in Höhe von 12.000.000,- Euro.

Einschließlich der Planung technischer Anlagen im Außenbereich und der gesamtheitlichen Entwässerungsplanung, ergänzt durch moderne Elektro- und Kommunikationstechnik sowie eine barrierefreie Erschließung.
