Der Abwasserzweckverband Südholstein betreibt die Kläranlage Lentföhrde, welche aufgrund ihres über 35 Jahre alten Anlagenbestands umfassend modernisiert und erweitert wurde. Neben dem baulichen Zustand war insbesondere das prognostizierte Wachstum der Gemeinde Lentföhrden im Hamburger Einzugsgebiet maßgebliche Kriterien für die erforderlichen Ertüchtigung der Kläranlage. Die vorhandenen Bauwerke der Altanlage wurden im Zuge der Planung einem Nutzungswechsel, als künftige Vorlage-, Klarwasserspeicher und Voreindicker um funktionalisiert und in das Gesamtkonzept integriert, um eine wirtschaftlich effiziente Umsetzung des Projekts zu gewährleisten. Die Auswertung der Zulaufdaten zeigte ein ausgeprägtes hohes Stickstoffpotenzial. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen der Vorplanung verschiedene verfahrenstechnische Ansätze untersucht, wobei sich das Belebungsverfahren im Aufstau Betrieb (SBR-Anlage) als wirtschaftlich und technisch überzeugend erwies. Ergänzend wurde eine maschinelle Schlammeindickung, Brauchwasseranlage, sowie ein Betriebs- und Technikgebäude umgesetzt. Aufgrund der Lage im sensiblen FFH-Gebiet (Natura 2000) stellte die Genehmigungsplanung besondere Anforderungen und erfolgte in enger und abgestimmter Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbehörden. Die Kläranlage hat sich an die Kriterien des EU-Wasserrahmenrecht zu orientieren.
