In Groß Sarau, direkt am Ratzeburger See, entstand auf einer Freifläche ein ebenerdiger Neubau für zwei Kita- und zwei Elementargruppen. Der Bau vereint moderne Gruppenräume mit integrierten Lehrküchen, einen Verwaltungs- und Sozialtrakt, eine Verteilküche sowie einen großzügigen, medientechnisch ausgestatteten Mehrzweckraum für multifunktionale Nutzung. Die Wärmeversorgung erfolgt effizient über eine Wärmepumpe mit Fußbodenheizung, ergänzt durch hygienische Spüleinrichtungen und kindgerechte Beleuchtung. Sicherheitsmaßnahmen wie Brandmelde- und Einbruchmeldeanlage sowie Sicherheitsbeleuchtung wurden konsequent integriert. Abgerundet wird die Anlage durch einen Büro- und Sozialtrakt für den Bauhof mit separatem Zugang sowie eine Fahrzeughalle mit Werkstattbereich, die der Gemeinde als Bauhof dienen. Die Gesamtanlage vereint Funktionalität, Sicherheit und zeitgemäße Architektur in einem durchdachten Konzept. Es wurden die Anlagengruppe 1,2,3,4,5,7 und 8 der KG 400 von Lph.1-8 gemäß HOAI geplant und realisiert.
Emil-von-Behring-Gymnasium Großhansdorf
Auf dem Campus des Emil-von-Behring-Gymnasiums wird Turm 3 umfassend saniert. Ein außenliegender Treppenturm schafft den zweiten Rettungsweg, während die Fassade inklusive Fenster erneuert und zusätzlich gedämmt wird, um den energetischen Standard deutlich zu erhöhen. Die Wärmeversorgung erfolgt weiterhin über das bestehende BHKW-System in Turm 1. Das Wärmeverteilnetz wird an die neuen Raumaufteilungen angepasst, Heizflächen erneuert und Röhrenradiatoren installiert. Die Raumtemperaturen sind in den Klassenräumen auf 20–21 °C und in Treppenräumen/Fluren auf 15 °C ausgelegt. Deckendurchführungen, Rohrleitungen und Steigleitungen werden brandschutztechnisch ertüchtigt und wärmegedämmt, sichtbar verlegte Leitungen werden hochwertig befestigt. Die Klassenräume erhalten dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, die Frischluftzufuhr, Raumkomfort und hygienische Standards sicherstellen. Zeitgesteuerte Steuerungen gewährleisten bedarfsgerechte Lüftung vor und nach Unterrichtszeiten. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage mit 48 Modulen (ca. 20 kWp) installiert, ergänzt durch Wechselrichter, Energiespeicher, Erntezähler und Datenlogger. Der erzeugte Strom dient vollständig dem Eigenbedarf, die Anlage ist in den Blitzschutz integriert und erhält einen Feuerwehrfernschalter. Die elektrische Versorgung von Turm 3 wird über eine neue Unterverteilung in einem E30-Brandschutzgehäuse realisiert. Alle Stromkreise für Lüftung, Beleuchtung, Sonnenschutz- und Fensterantriebe sind angebunden, Baustromversorgung und provisorische Installationen während der Bauphase berücksichtigt. LED-Beleuchtung, Sicherheits- und Fluchtwegleuchten erfüllen die Schulbau- und DIN-VDE-Richtlinien, ergänzt durch Endstromkreise in E30-Leitungen zur Einhaltung der MLAR. Der äußere Blitzschutz wird erweitert, Erdungsanlagen für die Stahlkonstruktion des Treppenturms installiert. Die RWA-Anlage für Fensteröffnungen ist zentral gesteuert, mit händischen Auslösetastern und automatischen Rauchmeldern ausgestattet. Diese Maßnahmen verbinden Brandschutz, Energieeffizienz, moderne Gebäudetechnik und Sicherheit in einem durchdachten Gesamtkonzept und gewährleisten einen zukunftsfähigen, sicheren Schulbetrieb
Gewerkschaftshaus Kiel – Technische Gebäudeausrüstung
TGA-Planerleistungen mit der anspruchsvollen Aufgabe die technische Gebäudeausrüstung des denkmalgeschützten Gewerkschaftshauses in Kiel zu planen und in die historische Substanz zu integrieren. Das Leistungsspektrum umfasste die Planung und Koordination von HLS, Elektrotechnik und Gebäudeautomation sowie die Integration moderner technischer Anlagen unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Anforderungen. Die Umsetzung im Bestand erforderte ein hohes Maß an Präzision und Koordination, um technische Standards und architektonische Qualität gleichermaßen zu gewährleisten.
Kläranlage Bückeburg 35.000EW
Die Kläranlage Bückeburg wurde im Zuge einer Wirtschaftlichkeitsanalyse umfassend modernisiert und auf anaerobe Schlammstabilisierung umgestellt, um den steigenden Schlammanfall effizient zu bewältigen und die Betriebskosten nachhaltig zu reduzieren. Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Errichtung einer neuen Faulungsanlage mit 955 m³ Faulbehälter, Gasspeicher und Maschinenhaus, in dem Faulschlammpumpen, Gasaufbereitung und eine BHKW-Kraft-Wärme-Kopplung untergebracht sind. Die Anlage erzeugt Eigenstrom und nutzt die Abwärme für die Beheizung des Faulturms und der Zweckgebäude. Das bestehende Regenklärbecken wurde funktional als Vorklärbecken integriert, ergänzt durch ein neues Zwischenpumpwerk zur hydraulischen Anbindung. Bestehende Gebäude wurden gezielt umgenutzt, wodurch Ressourcen geschont und die Effizienz der Gesamtanlage erhöht wurden. Alle Bau- und Planungsmaßnahmen – einschließlich der statischen Anpassungen und technischer Integration – wurden im laufenden Betrieb umgesetzt. Die Maßnahme wurde vom Bund und über die N-Bank gefördert.
Kläranlage Flensburg (TBZ): Ausbaugröße ca. 224.000 EW
Optimierung der Hochlast- und Schwachlastbiologie durch Erneuerung eines Rezirkulationspumpwerk: Förderung aus Becken 1A/2A in RS-Denitrifikation; keine Regelbarkeit, daher fehlende Anpassung an variable Zulaufbedingungen und verfahrenstechnische Defizite. Geplante Maßnahme: Installation trocken aufgestellter, frequenzgeregelter Pumpen im UG des Verteilerbauwerks NKB 4/5 inkl. Durchflussmessung (MID), samt aufsetzen einer neuen Pumpensteuerung, Implementierung in die übergeordnete Steuerung und Prozeßvisualisierung
Entnahme über Sammelschacht (DN 800), Rückführung über Druckrohrleitungen in die Denitrifikationsstufe.
Kläranlage Wallmenroth-Betzdorf 75.000 EW
Die Kläranlage Wallmenroth-Betzdorf wird durch den AZV Betzdorf-Kirchen betrieben und befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stadt Siegen (75.000 EW). Aufgrund gestiegener Anforderungen wurde die Kläranlage im laufenden Betrieb umfassend modernisiert. Parallel zur verfahrenstechnischen Ertüchtigung wurden die Betonbecken betontechnisch saniert, sodass die technische Neuausrüstung nur abschnittsweise erfolgen konnte. Die Belebungsstufe erhielt ein energieeffizientes Belüftungssystem mit Impulsbelüftung und Rezikulationspumpen sowie eine erneuerte Verdichterstation mit erweitertem Arbeitsbereich zur flexiblen Abdeckung unterschiedlicher Lastfälle. Die Niederspannungshauptverteilung (NSHV) wurde erneuert und um eine Automatisierung und Lastmanagement ergänzt. Die maschinentechnische Schlammentwässerung (Zentrifuge) in schallgedämter Einhausung sowie im Einlaufbereich eine dreistraßige Harkenumlaufrechenanlage wurden ebenfalls erneuert. Ergänzend erfolgten Studien zur Gasspeicherung und zum optimierten Betrieb der BHKW-Anlage im Zusammenspiel mit einer geplanten Photovoltaikanlage (200 kWp).
Kläranlage Mehrbachtal 8.800 EW
Die Kläranlage Mehrbachtal im Westerwald wurde infolge der Stilllegung der benachbarten Anlage Hasselbach sowie aufgrund ausgeschöpfter Kapazitäten grundlegend ertüchtigt und erweitert. Die Planung berücksichtigte Förderaspekte sowie die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie in Abstimmung mit der SGD Nord. Die Maßnahme umfasste zwei runde Belebungsbecken im Aufstaubetrieb, einen Speicherbehälter und ein zweigeschossiges Technikgebäude in zweischaliger Mauerwerksbauweise; bestehende Bauwerke wurden teilweise funktional umgenutzt. Ergänzend wurden die Tragwerksplanung der Stahlbetonbecken in WU-Betonbauweise sowie statische Anpassungen im Bestand erbracht. Die Realisierung erfolgte abschnittsweise im laufenden Betrieb.
Kläranlage Lentföhrden Ausbaugröße 5.500EW
Der Abwasserzweckverband Südholstein betreibt die Kläranlage Lentföhrde, welche aufgrund ihres über 35 Jahre alten Anlagenbestands umfassend modernisiert und erweitert wurde. Neben dem baulichen Zustand war insbesondere das prognostizierte Wachstum der Gemeinde Lentföhrden im Hamburger Einzugsgebiet maßgebliche Kriterien für die erforderlichen Ertüchtigung der Kläranlage. Die vorhandenen Bauwerke der Altanlage wurden im Zuge der Planung einem Nutzungswechsel, als künftige Vorlage-, Klarwasserspeicher und Voreindicker um funktionalisiert und in das Gesamtkonzept integriert, um eine wirtschaftlich effiziente Umsetzung des Projekts zu gewährleisten. Die Auswertung der Zulaufdaten zeigte ein ausgeprägtes hohes Stickstoffpotenzial. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen der Vorplanung verschiedene verfahrenstechnische Ansätze untersucht, wobei sich das Belebungsverfahren im Aufstau Betrieb (SBR-Anlage) als wirtschaftlich und technisch überzeugend erwies. Ergänzend wurde eine maschinelle Schlammeindickung, Brauchwasseranlage, sowie ein Betriebs- und Technikgebäude umgesetzt. Aufgrund der Lage im sensiblen FFH-Gebiet (Natura 2000) stellte die Genehmigungsplanung besondere Anforderungen und erfolgte in enger und abgestimmter Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbehörden. Die Kläranlage hat sich an die Kriterien des EU-Wasserrahmenrecht zu orientieren.
Gemeinschaftskläranlage Bomlitz LK Walsrode 230.000EW
Die Kläranlage Bomlitz im LK Walsrode reinigt die Abwässer aus dem Chemiepark in Bomlitz und den umliegenden Ortsgemeinden. Der Kläranlagenumbau berücksichtigt neben dem baulichen Sanierungsbedarf auch veränderte fracht- und hydraulische Randbedingungen. Aufgrund des Anlagenalters von mittlerweile rund 55 Jahren konnten die Anforderungen aktueller Bemessungsansätze, wie dem DWA-Regelwerk A 131, nicht mehr nachgewiesen werden. Vor diesem Hintergrund ist neben der baulichen Ertüchtigung auch eine verfahrenstechnische Anpassung der Anlage erforderlich, verbunden mit dem Neubau von drei Stück Nachklärbecken (D=rd. 39 m) sowie der Sanierung und Ertüchtigung der bestehenden 4 Stück Belebungsbecken. Das Gesamtvorhaben ist aufgrund der komplexen Randbedingungen und der mehrjährigen Bauzeiten in vier in sich geschlossene Bauabschnitte gegliedert. Zwei dieser Bauabschnitte konnten bereits erfolgreich realisiert werden, während sich die verbleibenden Abschnitte in der weiteren Planung und Umsetzung befinden.
Wir machen mehr aus deinem Potenzial
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